Philosophie

Oh, Hallo! Es freut mich sehr, dass du auf meine Homepage gestossen bist. Dies ist schon mal ein gutes Zeichen, denn ich gehe davon aus, dass du genauso ein Schokoladen liebender Mensch bist wie ich. Und unter Gleichgesinnten verzichte ich auf die „Sie“ Ansprache. „Du“ ist doch gleich viel sympathischer. Hier dreht sich alles nur um die Schokolade und zwar immer in allerbester Qualität. Du findest hier meine eigenen Kreationen wie auch viel Lehrreiches über die Schokolade, die Herstellung und Informationen über die verschiedenen Zutaten. Mein Ziel ist es, mit Kreativität und der Natur etwas Einzigartiges und Ganzheitliches zu bieten, um den Schokoladenliebhabern eine neue Welt zu zeigen und zu bieten. Eine Besonderheit meiner kleinen Schokoladen-Werkstatt ist auch, dass ich einen Teil der Couvertüren von Grund auf selber herstelle. (Siehe im Blog „von der Bohne zur Schoggi“)

Die Kakaobohnen wie auch die Kakaobutter stammen von der Kakaofarm Peini im Toledo Distrikt in Belize. Belize liegt südlich von Yucatàn (Mexico) im Gebiet der ehemaligen Maya Kultur in der bereits vor über 3000 Jahren Kakao angebaut und als Getränk (Götterspeise Xocolatl) konsumiert wurde. Xocolatl war so kostbar, dass die Kakaobohne als Zahlungsmittel verwendet wurde. Von hier aus verbreitet sich der Kakaobaum in die ganze Welt. Er gedeiht allerdings nur 15° nördlich und 15° südlich vom Äquator.  Es bereitet mir eine grosse Freude dies verwirklichen zu können.

Eine grosse Inspiration zu dem Ganzen war und ist mein Vater Stefan Wiesner, der Hexer aus dem Entlebuch. Er hat mir beigebracht ganzheitlich zu denken und dies in der Kulinarik umzusetzen. Um euch ein bisschen „glustig“ zu machen und einen Einblick zu geben, was ich darunter verstehe, stelle ich euch kurz zwei meiner Kreationen vor.

Meine erste Kreation ist die Heu-Schokolade. Ich habe mir überlegt, mit was ich Schokolade verbinde und dann kam mir sofort die Kuh in den Sinn. Die Kuh, die die Milch liefert, um eine weisse Schokolade oder eine Milchschokolade herzustellen. Die Kuh isst am liebsten das „Emd“. Das ist der zweite Schnitt in der Heusaison. Dies ist besonders geschmackvoll, da es viele Kräuter enthält. Also dachte ich mir, ich verwende die Heukräuter in der Schokolade, um so eine ganzheitliche Verbindung herstellen zu können.Jetzt brauchte ich noch ein Topping, da mir die Schokoladentafel so nackt vorkam. So kam ich auf die getrockneten Variante der Milch, das Milchpulver. Einfach so zum Essen ist es nicht gerade so der Hit. Also habe ich es in die Pfanne gegeben und wollte es rösten. Statt zu rösten hat es karamellisiert, dies fand ich auch sehr toll und so entstand das Topping meiner ersten Schokolade.

Meine zweite Schokolade sollte eine Milchschokolade werden. Bei uns gibt es einen kleinen Arven-Wald. Die Arve soll beruhigend wirken und gilt als Königin der Bäume. So dachte ich mir, eine Königin der Natur? Das muss ich ausprobieren. Also bin ich Arvennadeln sammeln gegangen und habe sie anschliessend getrocknet und ganz fein zerhackt. Jeder kennt die Pinienkerne also habe ich mich auf die Suche nach Arvennüsse gemacht und bin fündig geworden. Für den gewissen Biss, habe ich sie mit wenig Salz karamellisiert. So entstand eine königliche Schokolade die beruhigend wirkt und zugleich extrem lecker schmeckt. So jetzt bin ich fertig mit dem „Plagieren“. Ich hoffe, dass dir meine Idee und das Denken, das dahinter ist, gefällt und hoffe dir den Tag ein wenig versüssen zu können mit meiner naturverbundenen und leckeren Schokolade. Nun wünsche ich viel Spass auf meiner Seite.

Eure Schoggitante Amy